TR9 - highlights


Foto: Laurent Schley

Dahl

Januar 2025

Auch hier hat Castor zur Aufklärung mitgeholfen.

Mitte Dezember waren auf einer Weide im Raum Dahl Schafe eindeutig von einem Raubtier gerissen worden. Auf Basis des Rissgutachtens durch Experten der Naturverwaltung konnte der Wolf nicht ausgeschlossen werden. Zwecks Überprüfung mittels genetischer Analysen wurden an den gerissenen Schafen an den Bisswunden Proben entnommen, mit dem Ziel, genügend Speichel mit verwertbarer DNS des Verursachers zu erhalten. Die Proben wurden am Senckenberg-Institut in Gelnhausen in Deutschland untersucht, welches das Referenzlabor in diesem Bereich ist. Die Resultate der Laboranalysen in Bezug auf die Artbestimmung und die Populationszugehörigkeit wurden der Naturverwaltung nun vom Senckenberg-Institut mitgeteilt. Folgendes ist somit jetzt amtlich:

  • Die Artanalyse hat ergeben, dass das Tier, das im Raum Dahl zwei Schafe riss, eindeutig ein Wolf war. Der geschädigte Schafshalter wird folgerichtig zu 100% entschädigt.
  • Die Populationsanalyse hat ergeben, dass es sich um einen Wolf aus der mitteleuropäischen Population handelt, deren Verbreitungsschwerpunkt sich von der Weichsel im Zentrum Polens bis nach Niedersachsen in Deutschland erstreckt. Tiere aus dieser Population sind auch bereits in Belgien, den Niederlanden, Rheinland-Pfalz und Nordfrankreich nachgewiesen worden.
  • Die Geschlechtsanalyse hat ergeben, dass es sich bei dem Tier um ein Weibchen handelt. Seit dem Wiederauftreten des Wolfs in Luxemburg im Jahr 2017 ist dies der erste Nachweis eines Weibchens in unserem Land.
  • Die Genotypanalyse hat ergeben, dass es sich um Wolf GW3691f handelt, der in den Niederlanden (Rudel "Zuidwest-Veluwe") geboren wurde, und erstmals im Oktober 2023 genetisch erfasst worden war.
  • Ref: Wolfsweibchen im Raum Dahl 


ANF

Das Jahr 2024

Castor ist immer wieder im Einsatz um an Risse zu bestätigen, dass der Wolf am Werk gewesen ist. Wenn Castor die Präsenz eines Wolf bestätigt, dann wird eine Probe zur DNA Analyse eingeschickt.



Administration de la nature et des forets - Waldhaff

BeNeLux Transboundary Meeting

28. November 2023

Die ANF veranstaltete eine internationale Tagung zum Thema Wolf, teilnehmende Länder waren zum Beispiel Deutschland, Holland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich. Wir durften eine Vorführung mit unseren Teams, die im Bereich Wolf ausgebildet sind machen.

Für Laura mit Castor wurde mit einer Sprühflasche, in der Wolfslosung aufgelöst worden ist, eine kurze Spur gezogen und am Ende der Spur eine Wolfslosung ausgelegt. Castor hat die Spur super abgelaufen und ganz sicher die Wolfslosung mit einem "Freeze" angezeigt.

Für Carole mit Oreo wurde ein Line-up aufgebaut mit vielen Kotproben von unterschiedlichen Tieren. Etwas abseits steht immer ein Behältnis mit einer Wolfslosung. Befindet sich eine Wolfslosung in dem Line-up, dann zeigt Oreo dieses Behältnis mit einem deutlichen "Freeze" an. Befindet sich keine Wolfsprobe in dem Line-up, dann geht er zu dem Behältnis, das etwas abseits steht und kommt so zu seiner Belohnung. Dies ist eine Möglichkeit um Proben auszuschließen bevor sie eventuell unnötig zur DNA Analyse eingeschickt werden, also  Kosteneinsparung.



Tratten

22. Januar 2023

Eine Spaziergängerin mit ihren Hunden hatte eine Wolfsichtung gemeldet und wir durften die Ersten an der Sichtungsstelle sein. Es lag Schnee, etwa 10 cm hoch, minus 1 Grad und Fieselregen mit sehr starkem Wind. Es konnten Haarbüschel sicher gestellt werden für eine DNA Analyse und Trittspuren konnten fotografiert werden. Die gemessene Schrittlänge betrug knappe 3 Meter. Wir haben unsere Wolfspürhunde arbeiten lassen in der Hoffnung auch eine Losung zu finden, faszinierend wie genau die Hunde die Spur aufgenommen haben, für uns waren die Trittspuren von dem Tier durch den Schnee sichtbar und wie nahe die Hunde an der Spur gearbeitet haben. Eine Losung konnte leider nicht gefunden werden.

Die DNA Analyse hat einen Wolf bestätigt und er konnte als GW2488 identifiziert werden.

Dies zeigt deutlich, dass die Wolfspürhunde mit ihren Anzeigen richtig gelegen haben!

Die genauen Ergebnisse der DNA Analyse im Communiqué der ANF



RTL.lu "de magazin"

23. Januar 2023

Die Försterin und unsere Kundin Laura Goeders ist mit ihrem Wolfspürhund Castor im Fernsehen gewesen. Castor ist der erste Hund, der in Luxemburg in unserem Ausbildungszentrum auf den Wolfsgeruch ausgebildet wurde. Er kann Spuren vom Wolf verfolgen und Losungen oder Haare vom Wolf anzeigen. Es war ein langer Ausbildungsweg, der viel Durchhaltevermögen von Laura abverlangt hat, aber jede einzelne Sekunde hat sich gelohnt!

Ausser Castor sind noch 5 weitere Hunde in der Ausbildung und warten auf eine Gelegenheit um zu zeigen, was sie können.



Troisvierges

Dezember 2022

Ende Dezember 2022 wurde der Naturverwaltung ein Schafriss in der Nähe von Troisvierges gemeldet und unsere Wolfspürnasen durften zeigen, was sie bis jetzt gelernt haben